Wie stelle ich VersaWorks für den Roland BY-20 richtig ein?

Workflow - VersaWorks

Vorbereitung der Druckdatei

Bevor die Datei in VersaWorks geöffnet wird, sollte sie sauber angelegt sein. Das erspart die meisten späteren Korrekturschleifen.
  1. Weißebene anlegen: Weiß muss als eigene Ebene bzw. über definierte Farbwerte angelegt sein, damit VersaWorks sie als Weiß erkennt (möglich in Adobe Illustrator oder Photoshop).
  2. Farbmodus und Auflösung: Bilddaten ausreichend hoch auflösend anlegen, damit feine Details und Texte sauber ausgegeben werden.
  3. Konturschnittlinien: Können direkt in VersaWorks über die Job-Assistent-Funktion erzeugt werden, wenn eine PDF-Datei verwendet wird.
  4. Medienprofil: Generic Film für helle Textilien, Generic Film Dark für dunkle Textilien und Medien.

Datenerstellung Farbenebenen

  1. Öffnen Sie die Datei in VersaWorks, wählen Sie die Größe und Ausrichtung entsprechend der Mediengröße
  2. Markieren Sie "Mirror"
  3. Wählen Sie eine Auflösung von 1440 x 720 dpi (Standarteinstellung beibehalten)
  4. Aktivieren Sie unter "Cut Controls" (Schnittsteuerungen) das Kontrollkästchen "Return to Origin After Print" (Zurück zum Ursprung nach dem Drucken), wenn Sie nach der Farbschicht Weiß drucken möchten.
Roland VersaWorks Datenerstellung Farbenebenen

Datenerstellung weiße Ebene:

  1. Duplizieren Sie die Datei nach Konfigurationsabschluss der CMYK-Schichtebenen.
  2. Ändern Sie die Auflösung auf 720 x 720 dpi - Mit BN-20D kann die Druckfarbe (CMYK oder Weiß) durch Ändern der Auflösung geändert werden.
  3. "Return to Origin After Print" (Nach dem Drucken zum Nullpunkt zurückkehren) deaktivieren
  4. Auftragsgruppierung von CMYK-Daten und Weiß-Daten.
Auftragsgruppe zum Drucken senden
Roland VersaWorks Datenerstellung weiße Ebene

Weiterverarbeitung

  1. Druck in Ofen legen und ca. 130 °C 110 Sekunden (nach ca. 60 Sekunden den Druck 180° drehen) verschmelzen lassen
  2. Textil vorpressen 140°C für 5 Sekunden
  3. Druck auf Textil und 140°C für 12 Sekunden verpressen
  4. Optional nachpressen mit 140°C für 5 Sekunden
  5. Folie warm abziehen

Zusatzinfo: Weißdichte und Optik

Weißdichte

  • Für Transfers auf dunklen T-Shirts/anderen dunklen Medien kann "Generic Film Dark" verwendet werden, um eine brilliante Weißdichte für Tranfers zu erreichen
  • Wird eine große Fläche nur mit Weiß bedruckt und eine höhere Weißdichte gewünscht, kann mit Weiß überdruckt werden (Wh Over Print = 2)
  • Wenn der Anwender eine große Fläche nur mit Weiß bedruckt und eine höhere Weißdichte wünscht, kann er dafür mit Weiß überdrucken
Roland VersaWorks Zusatzinfo

Häufige Probleme und Lösungen

Problem
Ursache / Lösung
Weiß wird nicht gedruckt
Auflösung der Weißebene steht nicht auf 720 x 720 dpi
Farb- und Weißebene versetzt
"Return to Origin After Print" falsch gesetzt oder Gerät muss über das Utility kalibriert werden (bidirektionale Ausrichtung, Vorschubkorrektur)
Weiß wirkt transparent
"Generic Film Dark" wählen und Wh Over Print auf 2 setzen
Transfer fühlt sich hart an
Schwarzanteile im Motiv freistellen, Weißfläche reduzieren
Motiv löst sich nach dem Waschen
Press- und Ofenwerte prüfen, Folie warm abziehen, Nachpressen ergänzen

Pflegehinweis für Ihren Kunden

Für eine lange Haltbarkeit der Transfers: kalt waschen, Kleidungsstück auf links drehen und auf Weichspüler verzichten.

Hinweis zur Verfügbarkeit der BY-20

Die Roland VersaSTUDIO BY-20 ist nicht mehr neu erhältlich. Diese Anleitung bleibt für alle Bestandsgeräte weiterhin gültig,der beschriebene Workflow funktioniert unverändert.
Software: BY-20 wird auch von VersaWorks 7 unterstützt. Ein Wechsel von VersaWorks 6 auf 7 ist möglich, die Einstellungen bleiben identisch.
Verbrauchsmaterial: Tinte, DTF-Folie und Transferpulver erhalten Sie weiterhin bei uns.
Nachfolger: Wer neu einsteigt oder ersetzen möchte, findet in der VersaSTUDIO BY2-20 das aktuelle Desktop-DTF-Druck- und Schneidesystem.
Fragen zu Ihrer BY-20? Unser Technik-Team hilft Ihnen gerne weiter.